Internetforum Wiedenbrügge-Schmalenbruch

900 Jahre Schaumburg - Fürst Ernst kommt zu Besuch

Letzte Aktualisierung:27.02.2014 15:41 


In Wiedenbrügge
nur rein "geschäftlich"

2010 jährte sich die erste urkundliche Erwähnung Schaumburgs zum 900. Mal. Grund genug, um dieses Jubiläum zu feiern und um Rückschau zu halten auf die historische Entwicklung bis zum heutigen Landkreis Schaumburg.

Die Schaumburger Landschaft hatte in Zusammenarbeit mit dem Landkreis dieses Jubiläum zum Anlass  genommen, das Projekt "Schaumburger Friede" ins Leben zu rufen. Mehr Informationen dazu gibt es   ... hier

Elf Tage lang wurde so Geschichte lebendig: Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg, der bedeutende Renaissance-Herrscher, besuchte quasi als Zeitreisender das heutige Schaumburg. Wiedenbrügge-Schmalenbruch am 19. August 2010, allerdings nur, um hier sein Geschäft zu erledigen.

Herzliche Begrüßung durch den Kindergarten

Dass der Fürst die "P-Pause" in Wiedenbrügge "so ziemlich authentisch" erlebte, dafür sorgte der Wasserbeschaffungs-verband Nordschaumburg! Der nämlich stellte kurzerhand während des Stopps wegen anstehender Reparaturarbeiten die Wasserversorgung für den Festplatz ab.

Wenngleich der Besuch des Fürstentrosses auf unserem Festplatz am Futtersilo nur als kurzer Etappenhalt zwischen Düdinghausen und Bergkirchen eingelegt wurde, gab es für die "Zeitreisenden" einen fürstlichen Empfang.

Kinder und Betreuerinnen des Kindergartens Zauberland bildeten vivat-rufend das Empfangskomitee.

Burgfräulein Ines überreicht Präsentkorb

Wenn der Abstecher nach Wiedenbrügge auch nicht im offiziellen Programm der Fürstentour stand und wenn auch kein örtlicher Würdenträger oder Repräsentant Fürst Ernst willkommen hieß, so sorgte doch Jemand für eine herzliche Begrüßung.

Die "gute Fee des Fördervereins" überreichte dem Potentaten einen von ihr liebe- und geschmackvoll zusammengestellten Präsentkorb. Auch dazu hatte Ines Bauermeister das passende Outfit parat und sich als Burgfräulein kostümiert.

Nachdem die Kekse verkostet und als "äußert schmackhaft" befunden worden waren, setzte sich der Tross wieder in Bewegung. Das Foto von der Präsentübergabe kann man sich auch

... hier vergrößert anschauen

Durch die Wiedenbrügger Heide
auf die Golanhöhen

Offiziell wurde es dann wieder beim nächsten Stopp. Durch die Wiedenbrügger Heide führte die Fürstenroute hinauf auf die Golan-höhen in Wölpinghausen. Genauer beschrieben zur Aussichtshütte in Bergkrichen.

Dort erwartete Bürgermeister Joachim Schwidlinski mit seinem Gefolge den hohen Besuch. Nachdem die Kanoniere vom Infanterieregiment Graf Wilhelm mehrere Salutschüsse abgegeben hatten und Einpeitscher "Melchior von Ferzenbroich" mit dem Volke das "Vivat, vivat!" rufen einstudiert hatte, konnte Fürst Ernst den einmaligen Ausblick über die Schaumburger Toskana und das Steinhuder Meer genießen.

Presseberichte:   ... Schaumburger Nachrichten   ... Wochenblatt

Noch eine Majestät hoch zu Ross

"Er ist hart im Nehmen, Bürgermeister! Verzieht keine Miene beim Verkosten des Grünen Gesöffs!" fand Fürst Ernst anerkennende Worte für Jochen Schwidlinski beim Begrüßungstrunk mit Meyerschen Bittern.

Dann war die Reihe an Joachim Sölter. Hoch zu Ross las er als Graf Wilhelm seinem Urahnen freundschaftlich die Leviten. Die gipfelten schließlich in dem Angebot, den ungehobelten Landsknechten des Fürsten bei Bedarf das Exerzieren bei zu bringen und den letzten Schliff zu verpassen.

Nach Entgegennahme der Petition "Schaumburg den Schaumburgern" machte sich der Fürst mit seinem Gefolge wieder auf die Reise. Diese führte ihn ins benachbarte Sachsenhagen.