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Aprilscherz 2009 - Feinstaubdeponie Wiedenbrügge

Letzte Aktualisierung: 27.12.2013 15:22


Die Fakten

Während sich woanders Städte und Gemeinden bemühen, die Feinstaubbelastung zu verringern, ist die Gemeinde Wölpinghausen nun den umgekehrten Weg gegangen. In dem seit der Betriebsstilllegung ungenutzten Güllehochbehälter nahe dem Festplatz am Futtersilo (siehe Archivfoto rechts) wurde jetzt Deutschlands erste Feinstaubdeponie in Betrieb genommen.

Durch einen Zehnjahresvertrag mit der Stadt Hannover hat sich die Gemeinde Wölpinghausen - zu der Wiedenbrügge politisch gehört - verpflichtet, alle in der hannoverschen Umweltzone anfallenden Stäube aus Pkw-Emissionen in der Wiedenbrügger Agrarruine endzulagern. Das bei uns erstmals angewandte Verfahren der Güllevernässung von Industriestäuben gilt als technisch ausgereift und unbedenklich. Hierbei werden flüchtige Aerosole durch Schweineexkremente gebunden und können danach - für Menschen völlig ungefährlich - eingeatmet werden.

Die Gegenleistung

Dass wir Wiedenbrügger der neuen Deponie durchaus wohl-wollend gegenüber stehen, ist auf eine spezielle Neben-vereinbarung zum Deponierungsvertrag  zurück zu führen: Jeder Wiedenbrügger erhält quasi als Gegenleistung bis zu sechs grüne Plaketten, die ihm die uneingeschränkte Einfahrt in alle Umweltzonen der Republik gestatten. Und zwar unabhängig von der Schlüsselnummer des Fahrzeugs!

Hannovers Oberbürgermeister rechtfertigte diesen Generalerlass bei der Vertragsunterzeichnung mit den international gültigen Bestimmungen des Emissionshandels.

Objekt der Wiedenbrügger Begierde:
Die universelle Umweltplakette

Stimmen aus dem Volk:

Mitte März 2009 hat eine Hagenburger Entsorgungsfirma mit der Einlagerung des Feinstaubes begonnen. Entsorger Andre F. und Dieter V. sind mit ihrem Job zufrieden. Krisensicher sei die Arbeit auf jeden Fall, sagen die Beiden und außerdem sei man ja schließlich auch immer an der frischen Luft!

Auch Bürgermeister Jochen Schwidlinski ist voll des Lobes über das neue Wiedenbrügger Industrieobjekt. "Wir werden hier noch zur 'Schweiz der Feinstaubverfolgten'" freut sich der  Ortsvorsteher über die Bekundungen von zig Hannoveranern, ihren Erstwohnsitz nach Wiedenbrügge verlegen zu wollen. "Da kriegen wir höhere Steuereinnahmen, und die Abbruchkosten für den ganzen Scheiss hier, die sparen wir auch noch" freut sich Schwidlinski.

In einer Sonderaktion wird er am Mittwoch, dem 01-04-2009, vor Ort die ersten Deputat-Plaketten persönlich unters Wiedenbrügger Volk verteilen. Die Bewirtung dabei übernimmt der Förderverein.