Der späteste Weihnachtsmarkt der Welt am 5. Advent 2003

Letzte Aktualisierung: 14.06.2016 15:14


 

Vorbemerkungen

"Warum veranstalten die Wiedenbrügger ihren Weihnachtsmarkt nicht - wie alle vernünftigen Erdenbürger - in der Adventszeit?" wird sich der geneigte Betrachter dieser Seite fragen. Nun, die Antwort ist recht  einfach: Das hohe Kulturaufkommen in unserem Dorf ließ keinen  früheren Termin zu. Also mussten wir notgedrungen auf den Sonntag nach Weihnachten, also quasi den den 5. Advent ausweichen.

So kam es, dass auf unserem Adventskranz fünf Lichter brannten! Und da jedes Mal, wenn der kleine Musikant zu blasen anfing, eine Runde Schnaps ausgegeben werden musste, hatten hinterher einige unserer Besucher noch viel mehr Lichtlein an.

Aber apropos Alkohol. Besuche auf Weihnachtsmärkten, die damit geworben hatten, ein paar besinnliche Stunden zu erleben, hatten dem Festkomitee recht drastisch vor Augen geführt, dass das "besinnliche Herumstehen" an Glühweinständen und Grogbuden zu fürchterlichen Alkoholexzessen führen kann.

Deshalb hatten wir beschlossen: Der Weihnachtsmarkt in Wiedenbrügge sollte nix für besinnliche Stunden werden, sondern hier sollte es knallhart zur Sache gehen!

 

Herzlich Willkommen in Wiedenbrügge!

Ein 6,50 Meter großer Weihnachtsmann diente den Ortsunkundigen als überdimensionaler Wegweiser zum Festplatz am Futtersilo.

Den fanden dann sogar die drei Mädels oben aus dem fernen Hannover. Um wen es sich dabei handelt, das kann man sich

... hier genauer ansehen

Ruhe vor dem "An"-Sturm

Alle Buden und Stände waren mit eigenem Personal besetzt, so dass nur noch die Kundschaft fehlte.

Wie viele Besucher den Weg nach Wiedenbrügge finden würden, wussten wir natürlich nicht. Obwohl einige Mitglieder unseres Festkomitees vieles wissen und vieles sogar besser.

Also gönnten sich unsere Arbeitsweihnachtsmänner noch eine Pause und natürlich ein Schaumburger. Die engelsgleichen Wiedenbrüggerinnen kümmerten sich derweil um das Schrottwichteln. Aber dazu kommen wir später noch einmal ausführlich.

 

Tassen für die Presse

Dann kam "die Presse" und schon füllte sich der Platz. Aber bevor es richtig los ging mit der Sause, bekamen die beiden Jungens von den Schaumburger Nachrichten erst einmal die "Wiedenbrügge-find-ich-gut-Tasse-mit Roderik-Emblem", die wir eigens für den Weihnachtsmarkt angefertigt hatten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die tolle Berichterstattung in den Schaumburger Nachrichten. Vor allem natürlich bei Christoph Oppermann und Roger Grabowski, aber auch bei allen anderen in der Redaktion, die wir anlässlich unseres Besuches kennengelernt haben.

 

Ja, und alsbald merkten wir, dass wir uns gründlich verkalkuliert hatten. Mit so vielen Besuchern hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! So manchen, den wir schon auf "Kösters Kampe" wähnten, konnten wir nun lebendig und leibhaftig auf dem Festplatz am Futtersilo begrüßen.

Da auch die Logistik eng zu werden schien, blieb kurzerhand nur die Beichte: Wir haben von allem nicht genug - aber was da ist, schlucken wir gemeinsam weg - mit den Fremdlingen zusammen - der Wiedenbrügger gibt gern - auch in der Not - jawoll!

 

Bescherung der
uns bescherten Kinder

Zunächst kamen die Lütschen ran! Trotz des Überflusses an Süßigkeiten zu Weihnachten, musste Knecht Ruprecht noch mal her! Für seinen nachweihnachtlichen Besuch in Wiedenbrügge musste er sich jedoch eigens ein neues Gefährt suchen, da sein Rentierschlitten gerade in der 2000-Jahre-Inspektion war und der himmlische TÜV drohte, die Karre völlig still zu legen.

Spontan erklärte sich Dietmar Wischmeyer - vielen in der Außenwelt besser als Günter, der Teckerfahrer bekannt - bereit, seinen Zweitwagen, einen farbig zum Outfit  des Weihnachtsmannes passenden Hanomag vom Typ AL 28 zur Verfügung zu stellen.

Dann las der rote Zosse den Wiedenbrüggern erst einmal per Megaphon kräftig die Leviten. Weihnachten sei längst vorbei und er hätte  schon auf'em Chaiselongue gelegen und Glücksrad wär gerade am Laufen gewesen. Und dann hätte er los gemusst. Aber wat sollte es,  Kutte über und hin nach diese Verrückten ausem Roderik-Talkessel.

 

Nachdem sich der Alte wieder halbwegs beruhigt hatte, machte er sich dann jedoch ohne weitere Zicken ans Werk. Und die Kinder: Aufnahmebereit, als hätte es die letzten zwanzig Jahre keine Bescherung gegeben! Und vor allem: Wie viele Kinder!

So manches Elternteil muss sich ein weihnachtliches Herz gefasst haben, und auch seine bislang stark vor der Wiedenbrügger Öffentlichkeit abgeschirmten unehelichen Zöglinge mitgebracht haben!

Dem Weihnachtsmann war's egal. Er lies die Kindlein zu sich kommen!

Erst als die Bolschentüten zu schnell zur Neige gingen, hob der alte Grandler wieder an zu fluchen! "Scheiss Komitee - nichts klappt in diesem Dreckskaff!" waren seine letzten irdischen Worte.  Hasta la vista, Baby!

Als dann für Nachschub gesorgt worden war, übernahm ein Wiedenbrügger Engel den Rest der Bescherung!

 

Gruppenfoto vorm Weihnachtsmann

Zu guter Letzt wurden die -  teilweise schreienden und sich massiv wehrenden - Blagen vor den übergroßen Weihnachtsmann gezehrt, um das obligatorische Gruppenfoto zu  machen. Rechts ist es zu bewundern.

Wer sich die Kinderschar einmal genauer ansehen will, der kann das Foto

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Außerdem kann man hier auch ein Papierbild bestellen, und zwar in vernünftiger Größe.

Das Bild kostet nix, man muss es nur bestellen.

... is umsonst, will ich haben