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Schützenfest 2006 - Der Jupp-Posipal-Gedenkstein

Letzte Aktualisierung:21.02.2014 16:03


Die Behauptung

Das Programm für das Kleinste Schützenfest der Welt 2006 nahm im März klare Züge an. Nur mit dem Ehrengast taten wir uns noch ein bisschen schwer. Anlässlich der parallel zum Schützenfest in Deutschland stattfindenden Fußballweltmeisterschaft war es naheliegend, den diesjährigen Ehrengast aus dem Fußballgenre zu rekrutieren. Aber die Dinge sollten dann völlig anders verlaufen.

Harm Wörner war es, der dass verdutzte Festkomitee fragte, ob man denn eigentlich wisse, dass in Wiedenbrügge mal ein prominenter Fußballweltmeister gekickt habe? Die Antwort lieferte er gleich hinterdrein. Jupp Posipal, Mitglied der Deutschen Nationalelf, die 1954 im Wankdorfstadion in Bern Weltmeister geworden sei, habe unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg in Wiedenbrügge Fußball gespielt.

Die Recherchen

Klar, dass uns Harms Aussage beflügelte, die Geschichte weiter zu recherchieren. Überregional übernahm dies Christoph Oppermann von den Schaumburger Nachrichten. Vor Ort wurde als erster Zeitzeuge Karl Schneider befragt, der nach dem 2. Weltkrieg für den Verein "Blau-Weiß Wölpinghausen" in der Jugendmannschaft spielte (siehe nebenstehendes Foto, vordere Reihe rechts). Und er konnte sich tatsächlich gut daran erinnern, dass Jupp Posipal hier in Wiedenbrügge 1945 einige Male für den Verein "Blau-Weiß Wölpinghausen" Fußball spielte und die damalige Kreisligamannschaft vor dem sicheren Abstieg bewahrte.

Ein besondere Ehre war es uns dann noch, Gisela und Peer Posipal als Ehrenmitglieder in den Förderverein Wiedenbrügge-Schmalenbruch aufnehmen zu dürfen.

... Zeitungsbericht in den SN nachlesen

Als der Schützenrundmarsch am Mittag auf dem Festplatz endete, begann dann vor großer Kulisse die Zeremonie zur Gedenksteinenthüllung.

Der Vorsitzende des Fördervereins Wilfried Hentschke würdigte in seiner Ansprache noch einmal die Verdienste des Sportlers und Menschen Jupp Posipal.

Ein langjähriger Mannschaftskamerad und Freund von Jupp Posipal wäre gern bei der Zeremonie persönlich dabei gewesen. Es handelt sich dabei um keinen Geringeren, als Uwe Seeler. Bedauerlicher- weise wäre dies wegen eines WM-Termines aber nur am Montag möglich gewesen. So schickte uns Uwe Seeler eine Grußbotschaft, die man

... hier nachlesen kann

 

Im Fundus von Karl Schneider konnten wir sogar ein altes Foto vom damaligen Sportplatz finden (siehe Foto links). Der Wiedenbrügger Sportplatz befand sich damals am Waldrand in Richtung Wölpinghausen; dort wo später die Siedlung Fasanenweg errichtet wurde.

Und Karl Schneider konnte Zeitzeugen benennen, die damals mit Jupp Posipal in Wiedenbrügge zusammen auf dem Platz gestanden hatten: Heinz Steege und Heinrich Kläfker aus Wölpinghausen.

Fotos unten:
links: Harm Wörner, rechts: Christoph Oppermann

Die Story

Am Sonnabend, dem 3. Juni 2006, war es dann soweit. In der Wochenendbeilage der Schaumburger Nachrichten veröffentlichte Christoph unter der Überschrift "Wülfel, Wölpinghausen, Wiedenbrügge, Wankdorf" einen zweiseitigen Bericht über den Ausnahmefußballer Jupp Posipal und dessen Gastspiel bei uns in Wiedenbrügge. Natürlich kann man die Story

                                                                                                                                      ... hier nachlesen

Heinz Dühlmeier aus Schmalenbruch (siehe Foto links) erklärte sich sofort bereit, einen passenden Granitblock zu spenden und mit dem Trecker zum Festplatz zu transportieren. Und auch für die erforderliche Bronzetafel hatten wir alsbald einen Spender  gefunden.

Die Enthüllung

Ganz besonders freute uns die Zusage von Gisela Posipal, die Enthüllung des Gedenksteines im Rahmen unseres Schützenfestes selbst vorzunehmen. Am Sonntag, dem 18. Juni 2006, reiste sie zusammen mit Sohn Peer Posipal aus Hamburg an. Auf dem Festplatz wurde sie von Harm und Christoph begrüßt und es gab natürlich einen Informationsaustausch mit Heinz Stege und Heinrich Kläfker.

 

Der Gedenkstein

In Abstimmung mit der Familie Posipal, mit denen wir zwischenzeitlich Kontakt aufgenommen hatten, wurde beschlossen, für Jupp Posipal einen Gedenkstein auf dem Wiedenbrügger Festplatz aufzustellen.





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