Schützenfest 2004 - Treffen in den Rotts und Rundmarsch

Letzte Aktualisierung: 15.11.2016 13:23


Fototermin des Fahnenkommandos mit Ehrengast Herbert Schmalstieg nach dem Ständchen am Seniorenheim

Verrottung, Rundmarsch mit Scheibenannageln

Einen Sonntag gibt es im Jahr,
da ist der Wiedenbrügger nicht ganz klar.
Am Tag zuvor, Ihr wisst es all',
war Schützenfest, war Königsball.

Hier traf man sich in froher Runde,
trank Schnaps und Bier so manche Stunde.
Kein Gedanke ward daran verwendet,
wie das Ganze denn wohl endet.
Man war froh und testete dann,
wer wie viel von was vertragen kann.
Und wann sich so die Reihen lichten,
das entnimmt man morgens den Berichten
der Härtesten, die durchgemacht 
und bis um neun das Zelt bewacht!

Um diese Zeit geht es dann flott
ins Nelken- oder Rosenrott.
Dort ergreift die Möglichkeit man beim Schopf
und kuriert seinen schweren Kopf.
Ein Rollmops und ein Bohnenkaffee
sind gegen den Kater eine prima Waffe.
Und gehen auf die müden Lider,
dann schmeckt auch das erste Bierchen wieder.
zu dem sich - ohne viel zu Grübeln -
gesellt 'ne Molle Mett mit Zwiebeln.

Beim zweiten Bier ist man bereits genesen,
als wäre man nie voll gewesen.
Nun lauscht man auch mit Wohlbehagen,
was sich Samstag alles zugetragen.
Man hört manches, bewundert vieles
und konstatiert:
"Wieder eine Feier großen Stiles!"

So geht es dann wohl so zwei Stunden,
bis keiner spürt mehr seine Wunden.
Um 11.00 Uhr nämlich - wie bestellt -
die Musik ihren Einzug hält.
Bald darauf erfolgt des Obristen Winken
und er ermahnt, nun auszutrinken.
Also bildet sich die Formation
und erwartet den Kommandoton,
der - was Ihr alle wisst -
dann das Signal zum Aufbruch ist.

Viel schneller als ein mancher meint,
sind bald die beiden Rotts vereint.
Und gemeinsam geht's so munter fort
im Rundmarsch durch den geschmückten Ort.

Der Schützenkönig ist alsdann
als Majestät zuvörderst dran.
Danach zum Schüler- und Jugendkönig
man geht noch aufrecht,
aber schwankt ein wenig.

Nach kurzer Rast geht es dann fürderhin,
und zwar zum Heim der Königin,
die diesmal als letzte wird geehrt,
indem man wacker sein Drittelchen leert.

Zuletzt gelangt man dann mit letzter Kraft,
- nachdem man sich im Walde Luft verschafft -
und möglichst ohne, dass man auf die Fresse fällt,
glücklich vereint zum Schützenzelt.

Hier spendiert dann zur Mittagsstunde,
manch Ehrengast  'ne Freibierrunde.
Und hier gibt's, das nicht zu vergessen
das stärkende Gemeinschaftsmittagessen.