Dorfrundgang mit Wilfried Nölke am 10. September 2006

Letzte Aktualisierung: 04.06.2016 14:40


Der Abmarsch mit Ponykutsche am Schützenhaus

Nach fast genau drei Jahren waren wir am 2. September 2006 das zweite Mal mit unserem Altbürgermeister Wilfried Nölke im Dorf unterwegs, um dabei viele historische Begebenheiten und Anekdoten zu erfahren. Um 14 Uhr war Abmarsch am Schützenhaus.

Da Wilfried nicht mehr "so gut zu Fuß ist", stellten uns die Pferde- freunde Wölpinghausen freundlicherweise ein Pony samt Kutsche - und Betreuerin Anja - zur Verfügung. Dafür herzlichen Dank.

Ausgestattet mit reichlich flüssigem Proviant auf zwei mitgeführten  Marketenderwagen ging es diesmal um den Bereich Auf der Heide, Altes Dorf und Siedlung.

Der Wiedenbrügger Urknall

Dann das Inferno! Wir waren noch keine viertel Stunde unterwegs, da passierte es: Mit einem ohrenbetäubenden Knall zerfetzte es uns das rechte Vorderrad des einen Marketenderwagens.

Nun, nachdem die Getränke auf einen Ersatzbollerwagen umgeladen waren, konnten wir unsere Exkursion ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle fort setzen.

Die Dokumentation

Wie schon beim ersten Rundgang hat George Kochbeck alle Stationen im Film fest gehalten. Genug Material für die Neuauflage unserer Roderik-CD, meint er.

Die Solequelle und die Mergelkuhlen

Es ist das erklärte Ziel, die vielen Informationen auf zu arbeiten, die wir auf unseren Rundgängen und in vielen Einzelgesprächen von Wilfried Nölke bekommen haben. Dies wird aber einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Riesenstein und die Brüggebeeke

Das linke Foto zeigt den sogenannten Riesenstein, der im Wieden- brügger Forst liegt. Nach dem 1. Weltkrieg wurde versucht, den Granitblock in Stücke zu sprengen, um diese dann für die Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen zu nutzen. Der Versuch misslang jedoch. So liegt der Findling - wenn auch etwas ramponiert - noch immer an gleicher Stelle.

Die Siedlung

Zu Beginn de letzten Jahrhunderts entstand die heutige "Siedlung". Der dichte Wald wurde gerodet, und es wurden die ersten Häuser  und die Wiedenbrügger Schule gebaut. (siehe hierzu auch Bericht zum 100jährigem Jubiläum im Jahr 2005.)

Das linke Foto wurde beim Richtfest des Hauses "Witte Nr. 43" (heute Küchmann) im Jahre 1937 aufgenommen.

Die Steinhuder-Meer-Bahn und der Fremdenverkehr

Die Steinhuder-Meer-Bahn hatte nicht nur für die Wiedenbrügger Wirtschaft (Molkerei, Ziegelei, Landhandel) eine große Bedeutung, sondern auch für den Tourismus früherer Jahre.

Ein beliebtes Ausflugsziel war damals das Matteschlösschen in Wölpinghausen. Aber auch in Wiedenbrügge-Schmalenbruch lohnte es sich einzukehren! wie der nachstehende Reiseführer zeigt.

... hier kann man Auszug vergrößert darstellen

Der Abschluss und die neue Küche

Der Rundgang endete schließlich auf dem Festplatz. Nachdem wir uns bei Wilfried für seine hochinteressanten und humorigen Ausführungen und bei George fürs Filmen bedankt hatten, war Eckhard an der Reihe. Die im Pavillon neu eingebaute Küche wurde erstmals genutzt. Allerdings nur für die Zubereitung der Beilagen. Denn die Lammkeule kam vom Grill. "Die beste Lammkeule der Welt" war die einhellige Meinung! Unbedingt noch einmal machen. Passenden Wein dazu gab es aus Weiners Weinladen.

Und auch das war die einhellige Meinung aller Teilnehmer:
Es war ein wunderbarer Tag; informativ und gesellig. Das gesellige Beisammensein dauerte übrigens bis weit nach Mitternacht an.

Unmittelbar vor dem Schützenhaus war früher ein Teich (Foto oben). Die "Brüggebeeke" verbreiterte sich nach dem alten Straßendurch- lass zu einem beachtlichen Tümpel.

Mit dem Bau der neuen Brücke Mitte der 50er Jahre wurde der Graben begradigt und so verschwand auch der Teich. Der Baum auf dem linken Foto ist die - heute mächtige - Eiche vorm Schützenhaus.

Das Foto rechts wurde beim Erntefestumzug Mitte der 30er Jahre aufgenommen. Im Hintergrund die heutigen Häuser Stellmacher und Hasemann.





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