Rund ums Dorf - Wiedenbrügger Hymne

Letzte Aktualisierung: 03.06.2016 16:03


Wappen haben viele Dörfer,
eigene Hymnen nur wenige!

So war es auch in Wiedenbrügge. Bis zu jenem legendären 4. Oktober 2003. An jenem Samstagabend nämlich reifte die Idee heran, für Wiedenbrügge eine Hymne zu kreieren.

Die ganze Geschichte ist relativ schnell erzählt: Der bekannte in Wiedenbrügge wohnende Komponist George Kochbeck hatte für den Tatort-Krimi, der am 05.10.03 ausgestrahlt wurde, die Filmmusik geschrieben. Im Rahmen einer Geburtstagsfeier war man jedoch zu fortgeschrittener Stunde der Meinung, die wahre Herausforderung für einen Musiker sei nun einmal das  Komponieren einer Hymne.

Das ließ sich George nicht zweimal sagen, sondern er erklärte sich spontan bereit, ans Werk zu gehen. Ein weiterer prominenter Wiedenbrügger erklärte sich ebenso willig bereit, den Text dazu zu liefern: Dietmar Wischmeyer. Hier der Text im Original:

rechts: "Der Große Meister", Komponist George Kochbeck
links:    Dietmar Wischmeyer lieferte den Text für die Hymne
mittig:  Sie schaffte das Unmögliche, Dirigentin Anette Wiborg

Hymne als Download

Die Roderik-Hymne kann man als MPEG4-File

... hier herunterladen

 

Am Sonnabend, dem 18. Oktober 2003, war es dann soweit. Mal gerade zwei Wochen waren vergangen, seit George Kochbeck mit dem  Komponieren der Hymne begonnen hatte und der Uraufführung des Werkes vor etwa 200 Gästen auf dem Wiedenbrügger Festplatz. Zur ausführlichen Berichterstattung darüber geht es     ... hier

 

Ez dunket mich wol tusent jar
Daz ich an den widens brüke lac
Sunder ane mine schulde
Fremdet ez mich mangen tac

Do huop sich aber daz herze min
An die stat, da ez  e da was
Ich sach die widen an de brüken stan
Die manet mich der gedanke vi
Die ich wi ze einer frouwen han

Swaz ich din bezzer worden si,
ze heile müez ez mir ergan
machest du daz ende guot,
so hast du ez allez wol getan.

Ich bin roderik van wiedenbryk
Kom us alte ziten nu zurük
Des wirt vil manic herze fro
Des selben troestet sich daz min.

Eine Übersetzung des Textes von Dietmar Wischmeyer ins Hochdeutsche gibt's auch. Die kann man hier

... nachlesen

Blieb nur die Frage zu klären, wer in der Lage ist, ein solch schwieriges Werk wie die Wiedenbrügger Hymne mehrstimmig zu intonieren? Nun, die Sache war schwierig und einfach zu gleich: Es gibt nur ganz wenige Chöre, die dazu in der Lage sind. Gott sei Dank, einen in der Nachbarschaft, den Gemischten Chor Altenhagen-Hagenburg.

Ohne lange zu zögern, ging Dirigentin Anette Wiborg zusammen mit dem Chor und George Kochbeck  an die Umsetzung des schwierigen Unterfangens. Geübt wurde übrigens im Gemeindesaal in Hagenburg.





>